| Geschrieben von: Bogomir Feinstein | |
Assetklasse „Rohstoffe“: Basiswissen für Anleger
Rohstoffe rücken unversehens in den Fokus von Privatanlegern. Kein Wunder, schließlich konnte sich die Performance der Commodities in den vergangenen Jahren sehen lassen. Und von dem Einbruch infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die Märkte relativ schnell wieder erholt. Zucker gehört zu den absoluten Outperformern. Der Preis für diesen Agrarrohstoff stieg in den vergangenen Jahren sogar stärker als der für Gold. Ein Hauptgrund hierfür ist, dass mittlerweile fast 50 Prozent des brasilianischen Zuckerrohrs für die Herstellung von Ethanol verwendet wird - Treibstoff für immer mehr Autos.
Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wurde auch der langjährige Aufwärtstrend für Rohstoffe aller Art (Commodities) unterbrochen, zwischenzeitlich hat sich die Nachfrage indessen stabilisiert und die Preise ziehen deutlich an. Besonders Aluminium, Blei, Kupfer und Zink werden verstärkt nachgefragt, vor allem aus China. Die Volksrepublik verbraucht nach Expertenschätzungen schon heute zwischen 30 und 40 Prozent des weltweiten Angebots an Industriemetallstoffen. Teilweise verzeichneten Rohstoffe in den vergangenen Monaten wieder Preis-Höchststände. Den Preisauftrieb beim Rohöl spüren wir alle im Portemonnaie. Allein zwischen 2003 und 2008 verfünffachte sich der Ölpreis zeitweise, wobei es sicherlich auch zu spekulativen Überhitzungen gekommen ist. Nach Lage der Dinge ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Rohstoffen aller Art hoch bleiben wird, vor allem wegen der Wachstumsdynamik in China und Indien. Fünf Kategorien von Commodities gilt es zu unterscheiden:
Jim Rogers, einer der weltweit führenden Commodities-Experten, sagte unlängst in einem Interview, er sei „optimistisch für alle Rohstoffe“. Gleichzeitig hob er jedoch hervor, Agrarrohstoffe seien derzeit noch deutlich günstiger als alle anderen Rohstoffe. Aufgrund des sich abzeichnenden Engpasses bei den erwähnten Industriemetallen sind auch in diesem Segment deutliche Preisanstiege zu erwarten. Bis vor einigen Jahren blieben Privatanleger bei den sogenannten Commodities außen vor. Sie konnten allenfalls Edelmetall-Barren oder Münzen erwerben, was zugegebenermaßen keine schlechte Idee war, wenn man sich vor Augen führt, wie stark diese Edelmetalle in den vergangenen Jahren performten. Nun aber haben Anleger die Möglichkeit, direkt von der gesamten Breite der Rohstoffmärkte zu profitieren. Dies geschieht etwa durch den Kauf von Rohstoffzertifikaten oder sogenannten ETFs („Exchance trated Funds“, also börsennotierte Fonds). Am bequemsten ist es für den privaten Anleger, in Rohstoffindices zu investieren. Doch Vorsicht: Die Rohstoffmärkte gelten als sehr volatil, außerdem werden die meisten Rohstoffe an den internationalen Terminbörsen in US-Dollar gehandelt. Das heißt, der Anleger trägt zusätzlich ein Wechselkursrisiko, gegen das er sich jedoch absichern kann. Wir werden an dieser Stelle künftig regelmäßig über wichtige Trends an den Rohstoffmärkten berichten. Bilder: Panthermedia
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