Geschrieben von: Michael Brückner   

Investment-Tipp: Juwelsteine bringen Glanz ins Portfolio

Juwelsteine

Gold und Silber sind so teuer wie nie. Mancher Anleger schaut sich daher nach alternativen Sachwerten um. Immer stärker geraten dabei Edelsteine in den Fokus. Die „fabelhaften Vier“ (Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde) sind in guter Qualität immer schwieriger zu bekommen. Deutliche Preisschwankungen scheinen damit programmiert. Juwelsteine – wie sie in Abgrenzung zu den deutlich billigeren Schmucksteinen genannt werden – gehören wie Gold und Silber zu einer krisenfesten Finanzarchitektur. Aber: Der Investor muss wissen, wo und was er kauft.

Rubine

Lange Zeit galt der Diamant als Primus unter den Top-Four, doch mittlerweile wird ihm dieser Rang von den Rubinen streitig gemacht. „Dieser Edelstein stellt derzeit alle anderen klar in den Schatten“, weiß der Wiener Experte Heinz Schiendl. In hoher und wirklich unbehandelter Qualität seien Preise von mehreren tausend Euro pro Karat (0,2 Gramm) bereits im Großhandel die Norm. Viele der angebotenen Rubine werden zur Verbesserung der Farbe nicht nur gebrannt, sondern teilweise überdies einer Reinheitsbehandlung unterzogen. Natursteine, die ohne dieses „Lifting“ mit einem kräftigen Rot überzeugen, sind selten und entsprechend teuer. Die Preise dürften sogar weiter steigen, denn unabhängig von Modezyklen bleiben Rubine begehrte Steine zur Herstellung hochwertigen Schmucks.

Diamanten

Saphire in den geschätzten Blautönen stagnieren aktuell auf hohem Niveau. Auch hier gilt: Unbehandelte Natursteine von bester Qualität sind stark gefragt und weisen Wertsteigerungspotenzial auf. Gelbe, rosa- oder pinkfarbene Saphire aus Tansania und Madagaskar sind ebenfalls stark im Wert gestiegen. „Diese Steine waren vor einigen Jahren noch für circa 100 Euro pro Karat zu haben, inzwischen hat sich der Preis je nach Größe, Reinheit und Farbintensität mehr als verdoppelt, bei einigen Farben sogar vervierfacht“, berichtet Schiendl. Unter den Smaragden erfreuen sich vor allem Qualitätssteine aus Kolumbien und Brasilien höchster Wertschätzung. Obwohl die Steine aus den Lagerstätten beider Länder durchaus ebenbürtig sind, muss für kolumbianische Smaragde nach wie vor mehr gezahlt werden als für brasilianische. Unbehandelte Smaragde in ansprechender Größe sind derweil noch seltener zu finden als Rubine und Saphire von ähnlicher Qualität.

Die führenden internationalen Schmuckhersteller jedoch verschmähten Smaragde in den vergangenen Jahren weitgehend, weil das charakteristische Grün dieses Edelsteins nicht als Modefarbe galt. Das hat sich in den vergangenen Monaten aber geändert. Vom „grünen Trend“ profitiert nicht nur der Smaragd, sondern zum Beispiel auch der Peridot.

Smaragd

Nicht die schwankende Gunst von Schmuckdesignern, sondern die Finanz- und Wirtschaftskrise setzte die Diamantenpreise in den vergangenen Jahren unter Druck. Wenn selbst Top-Juweliere weniger Kreationen mit diesem Klassiker unter den Edelsteinen verkaufen, bekommen dies bald die Minen-Betreiber zu spüren. Inzwischen jedoch scheint sich der Markt wieder stabilisiert zu haben. Die Diamond Trading Company (DTC), eine Marketinggesellschaft des Diamanten-Konzerns De Beers, berichtete jüngst über markante Preissteigerungen bei Rohdiamanten. Je nach Größe des Edelsteins liege der Anstieg zwischen 4 und 22 Prozent. Höhere Preise auf dem Rohdiamanten-Markt schlagen aber mittelfristig auch auf den Markt für geschliffene Diamanten durch.

Doch ganz gleich, ob sich ein Anleger nun für Diamanten oder Farbedelsteine entscheidet, wichtig sind in jedem Fall Zertifikate von anerkannten gemmologischen Instituten. Außerdem braucht man einen langen Atem. „Der Edelstein-Investor sollte einen Zeithorizont von 15 bis 20 Jahren haben und sich der Möglichkeit bewusst sein, dass vielleicht erst seine Kinder von interessanten Wertzuwächsen profitieren werden“, schreibt der Detmolder Edelstein-Experte und Autor Johannes O. Vranek potenziellen Anlegern ins Stammbuch.

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Saphire Redaktionsleiter Michael Brückner, selbst Edelstein-Liebhaber und Fachautor, nennt Ihnen auf Wunsch gern eine seriöse Adresse, wo Sie garantiert hochwertige Steine zu fairen Preisen als Investment erhalten. Die Auskunft erfolgt kostenlos, unverbindlich und ganz diskret. Wir empfehlen nur Händler, mit denen wir selbst nachweislich gute Erfahrungen sammeln durften.

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Rund um edle Steine

Voll die Härte: Bei den „fabelhaften Vier“ handelt es sich um Edelsteine mit einem hohen Härtegrad. Auf der nach dem deutsch-österreichischen Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs (1773-1839) benannten Mohschen Skala erreicht der Diamant die Härte 10 – und damit den Spitzenplatz. Es folgen die Korunde mit einem Härtegrad von 9 (Rubine und Saphire). Smaragde aus der Beryll-Gruppe weisen eine Mohshärte zwischen 7,5 und 8 auf.

Nebenwerte: Auch Edelsteine aus der zweiten Reihe erzielten in der Vergangenheit deutliche Preissteigerungen. Aquamarine – die „blauen Brüder“ des Smaragds – kosten in feiner Farbe heute fast das Zwanzigfache dessen, was man in den 1970er Jahren zahlen musste. Ebenfalls interessant: Mandarin-Granate, Paraiba-Turmaline und der Blaue Zirkon.

Lesestoff:
Robert Brachfeld, Reich mit Diamanten, Frankfurt 2010
Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine, München 2008
Johannes O. Vranek, Geschichten um Edelsteine, Hamburg 2005

 
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